Nachdem mir die Richterin letzte Woche die Domain xxx zugesprochen hat, habe ich mich entschieden diesen Erfolg mit anderen Menschen zu teilen.
Deshalb habe ich einer Doktorandin für ihre Forschungsarbeit eine passende Domain geschenkt. Auch eine Politikerin darf sich über ihre Domain freuen. Obwohl sie mit einer Krankenkasse* in Verbindung steht, die mir überhaupt nicht passt, schenke ich ihr diese Domain, da sie sich nie im Ton vergriff und trotz meiner „Sturheit“ immer sehr anständig blieb.
*Selbst diese Krankenkasse führe ich nicht mehr im Menü auf!
Meine geliebte Domain xxx wird von dem Bezirksgericht Zürich freigegeben. Die Staatsanwaltschaft hat diese Domain aus immer noch unerfindlichen Gründen beschlagnahmt . Die staatsanwaltliche Begründung habe ich bereits auf diesem Blog veröffentlicht, falls sie sich nachträglich belustigen wollen… Der umtriebige Solarienbetreiber beschimpfte mich noch lauthals im Gerichtssaal, dass ich die Domain gestohlen hätte und ich unbedingt in psychiatrische Behandlung gehen müsste. Als ich dann seinen Brief aus dem Jahre 2011 (!) vorlas, in dem er schrieb, dass er wegen einem Auslandaufenthalt die Domain nicht erneuerte, war er baff!
Nach der sauglatten Idee der Staatsanwältin, die Domain „in Haft“ zu nehmen, musste sich eine Bezirksrichterin mit dem Fall bemühen und gab mir schlussendlich meine Domain zurück.
Der Solarienbetreiber lief nach der Urteilsverkündung schnurstracks zu mir und drohte mir, mich auf mehrere zehntausend Franken zu verklagen, wenn er nicht endlich die Domain bekomme.
Das Grinsen der Richter hätten sie sehen müssen! In solchen Momenten fühle ich mich als Glücksschwein sauwohl.
Damals badete ich im zugefrorenen Katzensee und schaffte es in zwei Zeitungen und sogar auf Tele Züri. Ich gab sogar zu Protokoll, dass ich das Eisbaden nicht zu Hause üben konnte, da wir in der WG nur eine Dusche haben (die dazu noch in der Küche steht…). Von mir selber behauptete ich am Anfang noch ein „Tubel“ zu sein – wer badet schon freiwillig in 2 Grad kaltem Wasser? Doch seit mich ein Tubeli wegen meiner Äusserung, er sei ein Tollpatsch anzeigte, bin ich mit solchen Kraftausdrücken vorsichtiger geworden. Ich will mich ja am Ende nicht noch selber anzeigen müssen.
Zum Glück erkannte die Journalisten, dass ich doch ein ganz normaler Schweizer bin und sogar etwas von einem coolen Promi hätte…So ganz normal finde ich mich aber nicht. Zumindest hätte ich nie im Leben geglaubt, dass ich 40 Tage fasten könnte. Dass ich ein hartgesottener Bursche bin, denkt sich wohl auch die Staatsanwaltschaft, die mich bald gleich wegen drei Klagen vor die Schranken des Gerichtes weist. Aber das Schwein, das mir diese Grube grub, fällt bald selbst hinein…
Max Ruchti beim Eisbaden (Bild: Beatrix Bächtold, Zürichsee-Zeitung)