Not good to go

Nach meiner ersten Begeisterung über die App „too good to go“ landete ich heute wieder auf dem Boden der Realität. Ich kaufte heute ein Mittagessen für Fr. 6.90 statt Fr. 21.-. Die Suche nach dem Restaurant dauerte etwas länge, da sich der Betrieb in einer Industrieanlage versteckte und eine Grossküche für Catering ist. Neben einheimischen Spezialitäten gibt es auch asiatisches Essen. Ich freute mich schon auf ein grünes Curry. Doch ich bekam ein gutschweizerisches Hörnli mit Gehacktem und ein Dessert.

To good to go ist immer eine Überraschung

Bei go good to go weiss man oft nicht, was man erhält. Dafür bezahlt man auch nur ca. einen Drittel des Preises. Doch nach dem dritten Einkauf frage ich mich, ob diese Preise nicht manchmal zu hoch angesetzt sind. Für das kalte Hörnli mit Gehacktem hätte ich nie und nimmer Fr. 21.- bezahlt, auch nicht Fr. 6.90 wenn ich es vorher gesehen hätte.

Ob es wenigstens dem Hund schmeckt?

Feines Zmorge von „to good to go“

Heute probierte ich die App „to good to go“ aus. Das ist eine App mit der man günstig Lebensmittel von Restaurants kaufen kann, die man sonst wegwerfen müsste.
Das kleine Frühstück vom Hotel IBIS für Fr. 4.90 sprach mich an und spontan kaufte ich eine Überraschungsbox. Mir macht es nichts aus, erst ab 10 Uhr etwas zu essen.
Ich bin vom Angebot überzeugt und werde die App bestimmt wieder einmal testen, wäre doch schade um die vielen feinen Esswaren.

Frühstück vom Hotel IBIS – gekauft mit der App „to good to go“

Darum gibt es in Zürich immer wieder zu wenig Blut

Da ich aus genetischen Gründen Eisen im Blut nicht abbauen kann, gehe ich zwei Mal jährlich zum Aderlass. Früher ging ich Blut spenden, aber das mache ich seit zwei Jahren nicht mehr. Wenn man in Zürich Blut spenden will, muss man jedes Mal einen langen Fragebogen ausfüllen. Dann geht es zur Gesundheitsprüfung und dann zu einer persönlichen Unterredung mit einer medizinischen Fachperson. Je nachdem wird dann noch ein Arzt hinzugezogen. Früher spendete ich gerne Blut, ich tat es für die Gesellschaft, ohne finanzielle Entschädigung. Aber nach dem Blutspenden fühlte ich mich wie ein Kranker. Warum muss man jedes Mal die gleichen unzähligen Fragen beantworten? Beim Blutspendezentrum Zürich wird man auf Herz und Nieren geprüft und dabei will man doch nur Blut spenden. Und warum wird dann noch ein Arzt hinzugezogen, wenn ich ein frei verkäufliches Heuschnupfenmedikament oder ein einfach Schmerzmittel genommen hat? So viel Bürokratie und so viele Fragen und Tests – nur für einen halben Liter Blut! Beim letzten Mal lag ich alleine über eine halbe Stunde dort. Wenn ich einen Aderlass machen lasse, dauert das 5-10 Minuten und es ist immer eine Betreuerin bei mir.

Und in den Sommerferien vermelden die Züricher Spitäler immer, das sie zuwenig Blut hätten. Sie müssten extra Blutspender telefonisch zur Spende auffordern oder Blut extern einkaufen.
Es ist absolut kein Wunder, warum die Leute nicht mehr Blut spenden. Der bürokratische Aufwand ist zu gross und man wird dort wie ein kranker Patient behandelt. Da gehe ich doch lieber in eine schöne Arztpraxis mit netten Menschen, die schnell und freundlich mein Blut abzapfen und dann entsorgen.

Bild: Tagesanzeiger / Andreas Faessler