Blick: „Das ist der grösste Witz!“

Verstehen Sie Spass? Das offizielle Bundesratsfoto 2014  in der Version von BLICK-Karikaturist Igor Kravarik: Johann Schneider-Ammann, Eveline Widmer-Schlumpf, Simonetta Sommaruga, Didier Burkhalter, Doris Leuthard, Ueli Maurer, Alain Berset (v. l.).
Verstehen Sie Spass? Das offizielle Bundesratsfoto 2014 in der Version von BLICK-Karikaturist Igor Kravarik: Johann Schneider-Ammann, Eveline Widmer-Schlumpf, Simonetta Sommaruga, Didier Burkhalter, Doris Leuthard, Ueli Maurer, Alain Berset (v. l.).

 

Blick kämpft an vorderster Front für die Freiheit des Humors:

Witz und Satire lassen sich per Gesetz nicht verbieten.
Der Mensch braucht beides und täglich neu. Denn sie sind das Salz in unserem Alltag.“

„Der Volksmund lässt sich das Maul nicht stopfen, niemals.
Trotz aller Verordnungen und Strafandrohungen.“

Gemäss Blick und ihrem Haus-Karikaturist ist es erlaubt, einen Politiker als Clown oder als Schlumpf darzustellen.
Glauben Sie, es wäre auch erlaubt, eine Politikerin eine Omi zu nennen…?

Dank Raubmord zu mehr Geld

Unweit von meinem Wohnort wurde kürzlich eine 88jährige Bewohnerin eines Altersheim ermordet. Die Nationalität der Mörderin nenne ich hier nicht. Ich könnte mich womöglich noch als Rassist strafbar machen.
Womöglich ist es schon strafbar, dass man in der weiblichen Form von Mörder eine Frau als Täter/in erkennen kann.

Die Mörderin stahl der betagten alten Frau ihren Schmuck und ermordete sie als sich diese zur Wehr setzte.

Jetzt zum Titel.
Der Titel suggeriert, dass die Täterin mit dem Raubmord zu mehr Geld kommen wollte.
Das stimmt, aber nicht nur.

Es gibt jetzt Personen (neutrale Form), die mehr Geld fordern, damit man das Pflegepersonal besser ausbilden kann, damit kein Raubmord mehr passiert.
In allen Sprachen dieser Welt wird dann an den Pflegefachschulen unterrichtet, dass es verboten sei, Menschen zu ermorden.
Dies wurde nämlich bis anhin wegen Geldmangel unterlassen.

„Die Politiker müssen jetzt mehr Geld sprechen, damit es nie mehr zu einer solchen Tat kommt.“

Früher stelle man am Stadttor einen Galgen auf – heute meint man alles mit noch mehr Geld und gutem zureden regeln zu können.

Intelligente Politiker mit Humor mögen Satire über sich

In letzter Zeit gibt es viele frustrierte und unterbeschäftigte Leute, die wegen jeder Parodie und jeder Satire gleich zum Richter rennen.
Bekannte und beliebte Komiker werden momentan in der Schweiz wie Säue durchs Dorf gejagt und als Rassisten an den Pranger gestellt.
Ein Politiker der parodiert wird, sollte sich aber darüber freuen, dass man sich die Mühe macht, ihn zu parodieren. Es ist eine Ehre, wenn man parodiert wird. Wer zudem in der Öffentlichkeit steht als Politiker oder Wirtschaftsführer sollte etwas Humor haben und über eine Parodie lachen können. Auch wenn es vielleicht im ersten Moment nicht lustig ist, sollte man es einfach wegstecken und nicht beachten.

Leider gibt es auch dumme und humorlose Politiker, die wegen einer Satire gleich die Gerichte anrufen und eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzung einreichen.
Das ist sehr dumm. Sowas machen keine grossen Politiker wie Christoph Blocher oder Christoph Mörgeli.
Es gibt wohl momentan kein Politiker, auf den mehr eingehauen wird, als auf Nationalrat Christoph Mörgeli. Was denken Sie, wie geht Mörgeli mit diesem Ansturm an Satire und Parodie über seine Person um? Er veröffentlicht sie auf seiner Website!
Vor so einem Politiker habe ich Hochachtung.

Von dummen Politikern, die jeden Satiriker verklagen, habe ich nur abgrundtiefe Missachtung.

Parodien - christoph-moergeli.ch 2014-01-18 19-48-59