Die Post und Starbucks auf meiner Wellenlänge

Das schöne an der Post ist, dass es hinter dem Postschalter meistens jemanden gibt, der noch eine schlechtere Laune hat als ich.
Bei der Post fühle ich mich so irgendwie unverkrampft, ich muss nicht gross guten Tag, bitte oder danke sagen.
Briefmarken und eingeschriebene Briefe erhöhen meine Stimmung meistens auch nicht sonderlich.
Nur dass die Post jetzt auch Bademittel verkauft, entlockte mir heute ein kleines Schmunzeln.

Kaffee, bequeme Sitze, nette Leute, gratis Zeitung und Internet – das sind die Dinge die mir Freude bereiten bei Starbucks. Zudem freundliches und aufgestelltes Personal, die schnell meine Bestellung abwickelt – so fühle ich mich wohl und verstanden.

So wie ich mich manchmal auf der Post frage, wie machen die das nur, wie halten die das den ganzen Tag aus,
frage ich mich bei Starbucks, wie können die den ganzen Tag so aufgestellt und freundlich sein und Spass bei der Arbeit haben?

Was denken Sie, was ist einfacher?

 

Roger Köppel – Treffen mit Jungunternehmern – vor Redaktionsschluss

Klar bin ich schon seit Jahren Fan der Weltwoche und insbesondere von Roger Köppel, dem Chefredaktor.
Seine spitze Feder, sein geschliffenes Mundwerk und das kritische Hinterfragen der Politik und Gesellschaft faszinieren mich immer wieder aufs neue.

Am Dienstag besuchte uns Roger Köppel anlässliche eines Jungunternehmer-Anlasses im Inkubator Bluelion in Zürich.
Seine Rede vor rund 30 Jungunternehmern war ein rhetorischer Hochgenuss und gespickt von Pointen und Anekdoten. Nach seiner feurigen Rede stand er dem Publikum noch rund eine Stunde für Fragen zur Verfügung welche er alle interessiert und ausführlich beantwortete.

Man merkte, dass es Roger Köppel ein Herzensanliegen war, auf die brennenden Fragen der Jungunternehmern einzugehen. Auf meine Frage, wem er mehr bezahle, den Informanten oder den Rechtsanwälten, sagte er, dass die Weltwoche noch nie für Informationen Geld bezahlt hätte. Und für Rechtsanwälte müsse die Weltwoche auch kein Geld ausgeben, da alle Artikel sauber recherchiert werden und man sich immer die Frage stellt, ob man das Problem richtig erkannt habe und die Wahrheit ist.

Es ist ihm hoch anzurechnen, dass sich Roger Köppel für das Jungunternehmertum interessiert und sich viel Zeit für eine ausführliche Diskussion genommen hat.
Als sich um 21 Uhr alle schon beim Apéro befanden, verabschiedete er sich still beim Veranstalter mit den Worten: „ich geh‘ noch auf die Redaktion, wir haben Abschluss“.

 

Comparis: Nicht vergleichen – Daten erschleichen!

Das Geschäftsmodell von Comparis ist das Vergleichen von Krankenkassen-Prämien.
Damit werden jedes Jahr Millionen verdient. Kein Wunder also, dass Comparis Mitbewerber bekämpft und verklagt wo es nur geht.
Es herrscht eine Kultur der Einschüchterung und Bekämpfung.
Comparis wäre mit einer Einheits-Krankenkasse wirtschaftlich erledigt, als Internetsvergleichsdienst duldet Comparis aber keinen Wettbewerb.

Dass Comparis schon Domain-Besitzer kurzerhand verklagt, kann man auf der Homepage von www.domainfight.net nachlesen.
Hier wurden folgende Domain-Besitzer vor den Kadi gezogen:

compare.ch, comparez.ch , compairs.ch, comparer.ch

Ich selber wurde von Comparis wegen meiner Domain compares.ch vor den WIPO-Schlichter gezogen.
Die Domain haben sie mir dann abgekauft, da sich nicht mal ihr Anwalt sicher war, ob Comparis vor Gericht Recht bekommen würde.

Der kostenlose (für alle Parteien) Prämienrechner des Bundes, www.priminfo.ch, wird aufs äusserste bekämpft.
Es erstaunte mich also nicht, als ich aus den Medien erfuhr, dass ein Mitarbeiter von Comparis Priminfo hacken wollte.
In einer Kultur der Missgunst und Bekämpfung werden kriminelle Energien geschürt und vielleicht wird man auch dazu ermuntert, mal die Konkurrenz etwas „zu testen“.
Der „fehlbare“ Mitarbeiter wurde natürlich als Sündenbock fristlos entlassen.

Comparis hat mit dem versuchten Hackerangriff auf die Homepage von Priminfo des Bundesamtes für Gesundheit eine kriminelle Straftat begangen.
Eine mögliche Klage gegen Comparis findet der Comparis-Gründer Richard Eisler hingegen als „skandalös“!
Da ich kein Psychiater bin, kommt mir der medizinische Fachbegriff für dieses Denkverhalten nicht in den Sinn.

Mehr Wettbewerb im Internetvergleichsdienst ist zwingend nötig, damit auch endlich die überhöhten Provisionen für Comparis runter gehen.
Dies kommt uns allen Versicherten zu Gute in Form von tieferen Krankenkassenprämien.

Lesen Sie hier weiter: Comparis ausser Rand und Band