Die NZZ hat es nicht mehr so mit Zahlen

Die Samstag/Sonntag-Ausgabe der NZZ kostet am Kiosk Fr. 4.90 (in Deutschland ist sie mit EUR 4,10 [Fr. 4,40] 50 Rappen günstiger). Die „Zeitung für die Schweiz“ kostet hier also fast einen Fünfliber. Dafür erwarte ich gründlich recherchierte Berichte, korrekte Zahlen und eine pünktliche Zustellung. Kürzlich ist mir bei einer Statistik eine falsche Zahl ins Auge gesprungen. Und heute schon wieder. Jedem NZZ-Leser dürfte es wohl klar sein, dass die Taliban im Jahr 2001 und nicht im Jahr 2011 zwei Buddhastatuen in die Luft sprengten! Dem Korrekturleser hätte das spätestens drei Sätze weiter unten auffallen müssen, als der Autor davon schreibt, dass nun fast 14 Jahre später wieder das gleiche passiert und wertvolle Kulturgüter zerstört werden.

Der Artikel war für mich sowieso überflüssig, da ich das Zerstörungvideo schon einen Tag vorher über Facebook gesehen habe.

Was macht die Firma Hallööchen?

Auf Tele Züri sehe ich gerade einen Werbspot über eine Firma deren Namen man sich nicht merken kann. Ich spule schnell zurück und tippe die Domain in den Webbrowser. Im zweiten Satz klärt der Firmeninhaber auf der Homepage auf, dass sie besser unter dem Namen „Hallööchen“ bekannt wären – was für ein Glück! Wrbernhardag.ch ist auch viel zu kompliziert. Man hätte auch das AG streichen können und sich wrbernhard.ch nennen können. Die bernhard.ch und die bernhardag.ch sind leider schon weg.

Hallööchen
Hallööchen

Dafür war der Firmeninhaber schnell genug, die Domains unter hallööchen.ch und hallöchen.ch zu sichern. Für halloeoechen.ch und halloechen.ch hat das Budget leider nicht mehr gereicht. Der 20 Sekunden Werbespot kostet übrigens Fr. 2’500.- pro Ausstrahlung, dazu kommen noch die Produktionskosten. Und wer sich den Namen WRBernhardAG.ch merken konnte, wird ihn spätestens am nächsten Tag schon vergessen haben. Da wäre Hallööchen schon besser merkbar!

Aber im Ernst, was macht jetzt eine Firma mit dem Übernamen „Hallööchen“? Ganz einfach: Sanitäre Einrichtungen – aber Hallööchen!

Printscreen Tele Züri: WR Bernhard AG
Printscreen Tele Züri: WR Bernhard AG – Hallööchen

Die Macher der Domainpulse sind SEO-Nieten

Gestern kam ich von der diesjährigen Domainpulse aus Berlin zurück. Die grösste Domainer-Veranstaltung findet abwechselnd in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Dieses Jahr gab es auch zwei interessanten Vorträge über Suchmaschinenoptimierung (SEO). Für viele Webseitenbetreiber ist es sehr wichtig, bei Google eine hohe Sichtbarkeit und somit viele Besucher zu haben. Wer seinen Onlineshop z.B. auf eine neue Domain zügelt, will auf keinen Fall Traffic verlieren. Die Umstellung der Domain ohne Trafficverlust ist einfach, man muss aber ein paar wichtige Punkte dabei beachten.

Die Macher der Domainpulse wechseln jedes Jahr ihre Domain. Das letzte Jahr war es domainpulse.at, dieses Jahr domainpulse.de und nächstes Jahr wird es domainpulse.ch sein – und so weiter. Da müsste es doch dafür ein Prozedere geben, dass man bei Google keinen Trafficeinbruch hat! Immerhin geben sich die Veranstalter sehr viel Mühe mit der Website, machen viele Fotos und stellen selbst die Vorträge per Video online.

Domainpulse
Domainpulse

Die Domainpulse ist mit 350 Teilnehmern keine reine Insider-Veranstaltung mehr. Und seit man mit Hunderten neuen Domainendungen wie .berlin, .wien oder .zuerich den Namensraum vergrössert hat, sollte man schon bei Google gefunden werden können. Also, liebe Domainpulser, nicht nur feine Häppchen servieren, SEO-Profis quatschen lassen, sondern auch selber dafür sorgen, dass man gefunden wird!

Ich freue mich auf die nächste Domainpulse 2016 in Lausanne!

Domainpulse SEO
Gleich beide Artikel über die Domainpulse an oberster Stelle !