Mit Siroop geht es endlich aufwärts!

Letztes Jahr habe ich den neuen Onlineshop Siroop.ch ein paar Mal kritisiert. Doch seit Anfang Jahr scheint sich Siroop nun in der Schweiz zu etablieren, zumindest was sie Sichtbarkeit bei Google betrifft.

Siroop.ch hat bei Google.ch massiv zugelegt:

Die Top-Suchpositionen von Siroop.ch

Der neue Onlineshop von Coop und Swisscom konnte besonders bei viel gesuchten Marken-Keywords zulegen. So belegt Siroop.ch die zweiten Plätze für Import Parfumerie, Brack.ch, Franz Carl Weber, Enjomedia, Leinenweberei Bern und Diego Sport. Wer nach diesen Marken sucht, will meistens direkt zum Original-Markenshop und nicht zu einem „Dritttanbieter“ wie Siroop. Diese Plätze geben Siroop zwar viel Traffic und vielleicht auch Verkäufe, die Shopbetreiber müsse aber Siroop eine schöne Provision abliefern.

Die Top-Platzierungen bei Siroop:

 

Wenig generische Keywords unter den Topten Suchergebnissen

Neben den vielen Markennamen findet man Siroop nur gerade zu diesen Suchbegriffen auf der ersten Googleseite:

Sparschwein, Badezubehör, Bastelartikel, Nostalgie im Kinderzimmer, Kochschürze

Ob das reicht, um langfristig mit einem Onlineshop in der Schweiz erfolgreich zu sein, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bis jetzt konnte Siroop nur dank der finanzstarken Eigenwerbung von Coop ein grösseres Publikum erreichen. Es ist langsam an der Zeit, das Kind selber laufen zu lassen, sonst wird es nie Erwachsen.

Domainpulse 2016 Lausanne

Die grösste deutschsprachige Domain-Veranstaltung, die Domainpulse, fand dieses Jahr in Lausanne statt. Auffallend war, dass diesmal nur sehr wenige Domainer die Reise in die französische Schweiz angetreten haben. Die Domainpulse, die alternierend von den drei Nics der Schweiz, Deutschland und Österreich organisiert wird, versteht sich auch mehr als Plattform für die Registries und Registrare, also der länderspezifischen Domainvergabestellen und dessen Partner. Es werden auch vorwiegend technische, politische und juristische Themen diskutiert. Trotzdem bietet die Domainpulse genügend Gelegenheit, sich mit Domainern auszutauschen. Zudem ist die Veranstaltung kostenlos und das Rahmenprogramm mit der Abendveranstaltung immer eine Reise wert.

Anreise nach Lausanne mit Blick auf den Genfersee

Lausanne_Lavaux

Das SwissTech Convention Center in Lausanne

ConventionCenter

Hochkarätige Teilnehmer und Referenten: Balthasar Glättli

Balthasar Glättli

Viele interessante Vorträge rund um das Thema Domains

Domainmissbrauch

Hervorragendes Essen

Dessertbuffet

Viele lachende Gesichter…

Max_lachen

Frühere Domainpulse Veranstaltungen:

Domainpulse 2014
Domainpulse 2015

Dem Kompetenzzentrum Cybercrime Zürich sind bei der Terrorbekämpfung die Hände gebunden!

Überall in Europa steigt die Terrorgefahr und man muss jederezeit und an jedem Ort mit erneuten Terroranschlägen wie in Paris rechnen. Der Kanton Zürich hat für die Terrorbekämpfung im Internet und insbesondere zur Überwachung von kriminellen Vorbereitungshandlungen im Internet das sogennante Kompetenzzentrum Cybercrime.

Das zahnlose Kompetenzzentrum Cybercrime

Doch leider hat das „Kompetenzzentrum“ Cybercrime so fast gar keine Kompetenzen. Rechtlich ist es immer noch nicht möglich, z.B. in privaten Chats und Gruppen zu recherchieren! Auch ein bereits geheim angeschaffter Staatstrojaner zur verdeckten Internetüberwachung Schwerstkrimineller floppte. Die Software wurde kurzerhand von Hackern lahmgelegt und ist unbrauchbar.

Die Cyber-Crime-Experten Sandra Schweingruber „Cyber-Sandy“ gibt zu, dass sie nicht einmal bei Facebook oder Twitter direkt an Nutzerdaten herankommt! Das geht nur über ein langwieriges Rechtshilfegesuch an die amerikanischen Behörden. Da geht viel Zeit verloren, wenn jemand z.B. auf Facebook anonym einen Anschlag ankündigt…

Keine direkten Nutzerdaten von Facebook oder Twitter für das Kompetenzzentrum Cybercrime

Sandra Schweingruber Watson
Die hilflose Staatsanwältin Sandra Schweingruber auf Watson.ch

 

Was hat das Kompetenzzentrum Cybercrime denn für Kompetenzen?

Da dem Zürcher Kompetenzzentrum Cybercrime momenten leider die Hände gebunden sind, suchen die Beamten nach anderweitigen Ersatz-Aufgaben. Die bereits erwähnte Staatsanwältin (!) Schweingruber sperrte z.B. vor über einem Jahr für einen Solariumbetreiber einen Domainnamen. Der schusselige „Jungunternehmer“ vergas leider bei der Domainvergabestelle Switch die Rechnung rechtzeitig zu bezahlen. Als die Domain dann gelöscht und wieder frei verfügbar war, verpasste er abermals die Domain neu zu registrieren. Da hat ihm die flotte „Cyber-Sandy“ doch gerne ausgeholfen! Kurzerhand liess sie die Domain sperren. Die Domain ist jetzt seit über einem Jahr gesperrt und der Solarium- und Saunabetreiber ist langsam aber sicher am verzweifeln. Wenn man sich aber einmal an die „Hilfe“ unterbeschäftigter Beamten wandte, wird man sehr lange und sehr fürsorglich umsorgt.

Weiterlesen auf tratsch.ch:
Wegen schwacher Cybercrime-Behörde ist ein Terroranschlag in Zürich möglich