Vor ein paar Stunden sagte mir Frau Silvia Kaufmann (Künstlername: Königin von Mallorca) noch, dass mein Blog ja nicht so bekannt wäre und von fast niemandem gelesen werde. Doch der Artikel über sie stiess auf riesiges Interesse. Innerhalb eines halben Tages griffen über 2’300 Personen auf die Webseite zu, mehrheitlich über Facebook und mit Mobilgeräten.
2’300 Seitenaufrufe von „Die Königin von Mallorca“
Ich möchte die Story über Silvia Kaufmann und das Fiasko an einer Fasnachtsparty nicht weiter ausbauen, denn Frau Kaufmann zeigte sich mir gegenüber einsichtig. Ob der Organisator die technische Ausstattung tatsächlich nicht korrekt zur Verfügung stellte, muss sie mit diesem selber klären. Leider entfernte sich Frau Kaufmann drei Stunden vor dieser Veranstaltung ohne sich um einen Ersatz von technischen Geräten zu bemühen, obwohl sie im gleichen Ort wohnt!
Blog unbekannt – Google sehr bekannt…
Und die ewigen, öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten um ihre Marke „Königin von Mallorca“ wirft auch kein besseres Licht auf die Schlagersängerin.
Das Partyvolk könnte schon bald nach einer neuen Schlagerkönigin grölen und spätestens dann wird der „König von Mallorca“ Jürgen Drews eine neue „Königin von Mallorca“ ausrufen müssen.
Die noch amtierende Königin von Mallorca: Silvia Kaufmann
Unternehmer und Geschäftsführer von Marktindex.ch, Roger Givel, feierte letzten Freitag seinen 40. Geburtstag und lud 120 Freunde und Geschäftspartner zur grossen Fasnachtsparty ins Seehotel Sternen in Horw ein. Der ganze Abend wurde von einem grossartigen Showprogramm umrundet und von bekannten Stars begleitet.
Sepp Trütsch hat es immer noch drauf!
Der Volksmusik-Papst, Sepp Trütsch, führte mit viel Charme und Elan durch den Abend. Mit viel Witz und ein paar Anekdoten sorgte er für einige Lacher. Volksrocker-Duo Willy Tell und Evelin brachten mit ihren Songs den ganzen Saal zum kochen. Die beiden rockten den ganzen Abend und zeigten eine unglaubliche Präsenz auf der Bühne. Dank ihnen fiel es fast nicht auf, dass die „Königin von Mallorca“, Silvia Kaufmann, an diesem Abend nicht auftrat.
Willy Tell und Sepp Trütsch
Die „Königin von Mallorca“ machte den Abflug
Während der Hauptprobe am Nachmittag kam es im grossen Saal vom Seehotel Sternen zum Eklat. Silvia Kaufmann, die sich „Königin von Mallorca“ nennt, drehte die Musikanlage voll auf und wollte ihre Songs in ohrenbetäubender Lautstärke proben. Der Organisator Roger Givel versuchte mehrmals Silvia Kaufmann davon zu überzeugen, dass die Musik viel zu laut ist, doch leider ohne Erfolg. Nach einer weiteren Intervention von Givel brach die „Königin“ die Probe ab und suchte das Weite – und das nur drei Stunden vor Beginn der grossen Party!
Blick: Die Königin von Mallorca Silvia Kaufmann
Wie steht es um Silvia Kaufmann?
Im Blick las man letztes Jahr, dass Silvia Kaufmann aus ihrer Beiz geschmissen worden ist, obwohl sie doch die Königin von Mallorca ist! Dann kann man auf Bild.de weiterlesen, dass sie einer Sängerin auf Mallorca den Titel „Königin von Mallorca“ streitig machen wollte, da sie die Marke ja schützen liess und nur sie sich mit diesem Titel schmücken dürfte. Im nachhinein bot sie der Sängerin ihren Titel zum Kauf an.
Bild.de: Silvia Kaufmann – Königin von Mallorca
„Königin von Mallorca“ ist eine Schweizer Marke für…
Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und Wiedergabe von Ton und Bild, kurzum: für ein CD-Player oder so ähnlich, nicht aber für „Unterhaltung, insbesondere Durchführung von Life Musikveranstaltungen“. Das wäre nämlich die Nizza-Klassifikation Nr. 41. Und es bringt sehr wenig, die Marke in der Schweiz schützen zu lassen, wenn man seine Rechte in Spanien durchsetzen möchte, das zu dem von einer Monarchie regiert wird. Mit dieser „Marke“ kann man also in der Schweiz einen spanischen CD-Player mit dem Namen „Königin von Mallorca“ schützen.
„Königin von Mallorca“ – ein Patent oder doch „nur“ eine Wortmarke?
Auch beim besten Willen konnte ich kein Schweizer Patent zu „Königin von Mallorca“ von Silvia Kaufmann finden, denn ein Patent ist ein Schutzrecht auf eine technisch geprägte Erfindung und keine Wortkombination. Einzig beim eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum IGE ist die Wortmarke „Königin von Mallorca“ für die Nizza Klassifikation 9 und 25 hinterlegt. Richtig ist aber, dass beim Deutschen Markenregister die Wortmarke „Königin von Mallorca“ auch für die Nizza-Klassifizierung 41 (Musikveranstaltungen) geschützt ist.
Es wäre hier besser gewesen, die Marke für die Lizenzvergabe zu schützen, denn es ist viel einfacher für die Verwendung der Wortmarke eine Lizenzgebühr zu verlangen, da man ein Verbot praktisch nicht durchsetzen kann und zudem viel Geld kostet und wenig nützt, wenn man seit Jahren selber nicht mehr auf Mallorca aufgetreten ist. Ich würde die Lizenz für „Königin von Mallorca“ wie die Marke „Miss Schweiz“ vermarkten und jährlich an eine neue Königin vergeben. Dadurch könnte man Werbegelder und Lizenzgebühren generieren. Frau Kaufmann könnte sich immer noch „erste Königin von Mallorca“ nennen, ohne dass ihr dadurch ein Stein aus der Krone fällt.
Für mich ist die Auszeichnung „Königin von Mallorca“ eher etwas lächerlich. Mit Mallorca verbindet man im allgemeinen den Ballermann und übermässigen Alkoholkonsum. Auch wenn auf Mallorca Stars geboren werden, kann diese Insel brutal sein. Das ausgelassene Partyvolk will in erster Linie eine geile Fete feiern und ist kein treues Publikum, das mit den Sängern altert. Mit 30 war man vielleicht noch die angesagteste Volksmusikerin, mit 40 gehört man aber schon zum alten Eisen – ausser man heisst Jürgen Drews. Schlagerkönigin finde ich einen passenderen Titel für eine zeitlose Schweizer Schlagersängerin.
Silvia Kaufmann möchte festhalten, dass sie nicht aus ihrer Beiz geschmissen worden ist, wie es im Blick-Titel stand, sondern, dass ihr Mietvertrag nicht verlängert worden ist. Zudem hätte sie ihren Titel „Königin von Mallorca“ nicht zum Kauf angeboten, wie es bei Bild.de stand.
Zum Eklat bei der Fasnachtsparty nimmt Silvia Kaufmann wie folgt Stellung:
Der Organisator war für die technische Ausstattung ihres Auftritts verantwortlich. Gemäss Silvia Kaufmann waren die Aktivboxen für die Beschallung eines grossen Saals mit 120 Personen ungeeignet. Bei der Probe kam es deswegen zu Unstimmigkeiten mit dem Organisator. Die Sängerin möchte festhalten, dass das ihr zugesicherte technische Equpiment nicht den nötigen Anforderungen entsprach und sie deshalb auf einen Auftritt verzichtete.
Der Organisator seinerseits beharrt auf seine Aussage, dass die technische Ausstattung für die Grösse dieses Anlasses ausreichend war.
Silvia Kaufmann: Zwei rehbraune Augen
Update vom 13. Februar 2017
Nach dem ersten Schreck bemerkte Silvia Kaufmann, dass mein Blog ja nur so Hundert Leser pro Tag hat und nicht so wichtig ist wie Blick oder 20Minuten. Mit spürbarer Erleichterung rief sie mich heute Abend nochmals an und lud mich auf einen Drink in ihre Schlagerbar in Rothenburg ein.
Cool reagiert und somit den Streisand-Effekt verhindert.
Gestern schaute ich mir den Film Passengers an. Die Geschichte handelt von einem mit 5’000 Personen bemannten Raumschiff, das zu einem erdähnlichen Planten unterwegs ist, der 60 Lichtjahre entfernt ist. Das Raumschiff ist mit halber Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Um aber ein bemanntes Raumschiff nur auf 10 % der Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, wären Energiemengen notwendig, die in der Grössenordnung des jährlichen Weltenergiebedarfs liegen (Wikipedia). Die Menschen sind während 120 Jare in einem sogenannnten Kryoschlaf, also einem künstlichen Winterschlaf versetzt und werden erst am Ziel wieder aufgeweckt. Wenn der Mensch aber weitere Sonnensysteme bevölkern will, muss man dafür keine erwachsenen Menschen Jahrzehnte oder Jahrhunderte auf die Reise schicken. Viel einfacher ist hier der sogenannte Embryonentransport!
Die Vorteile des Embryonentransportes
Die kürzeste Distanz zu einem erdähnlichen Planeten beträgt 4 Lichtjahre. Auch in Tausend Jahren wird man sich nicht mit halber Lichtgeschwindigkeit fortbewegen können. Die heutige Reisegeschwindigkeit beträgt ein Dreissigtausendstel Lichtjahre (1/30’000)! Die Reise dauerte also 120’000 Jahre. In ein paar Hundert Jahren wird es vielleicht möglich sein, die Höchstgeschwindigkeit auf ein Zehntel Lichtjahre (1/10) zu beschleunigen. In diesem besten Fall hätte man für die Reise immer noch mindestens 40 Jahre.
Für die Bevölkerung anderer Sonnensysteme müssen wir keine erwachsene Menschen verschicken. Der Transport von tiefgefrorenen Embryonen ist viel einfacher. Kurz vor dem Reiseziel werden die Embryonen aufgetaut und in einem künstlichen Uterus gezüchtet. Danach werden sie von menschenähnlichen Robotern aufgezogen.
Dies ist alles noch Science-Fiction. Aber in Tausend Jahren könnte die Menschheit soweit sein, weitere Planete ausserhalb unseres bekannten Sonnensystems zu bevölkern. Stellen Sie sich nur mal vor, wie sich die Welt alleine in den letzten Hundert Jahren entwickelt hat! Und was sind schon Tausend Jahre? Menschen bevölkern die Erde schon seit über einer Million Jahre. Im Vergleich zu einem 24-Stunden Tag entsprechen diese Tausend Jahre gerade mal 90 Sekunden in der Menschheitsgeschichte.